Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.
AktuellesWir über unsAktivitätenRettet den Grüngürtel - Ausbaupläne des FCLandschaftspark BelvedereJahnwiese erhaltenNEIN zum Großmarkt in Köln Marsdorf!VerkehrsberuhigungSituation an der Grundschule in JunkersdorfMehr Kita-Plätze für unsere KinderLärm und Umweltverschmutzung in JunkersdorfRTL-Bebauung - so nicht!Grünzug West verwirklichenBesserer ÖPNV!BürgerzornBürgerforumTermineSprecher/BeiratKontaktSatzung/Beitritt/LastschriftUnterstützungPressespiegelDie BIG auf FacebookNewsletterBesuchen Sie auch ...SucheImpressum

© 2009 Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.

NEIN zum Großmarkt in Köln Marsdorf!

Umzug des Großmarkts nach Marsdorf: Eine Dokumentation der Widersprüche

Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.

Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.

Bürgerinteressengemeinschaft Weiden e.V.

Lövenich im Brennpunkt e.V.

 

10. Juni 2015

 

Frischemarkt Marsdorf

Konzept, Standort, Gutachten und Dringlichkeit - Eine Dokumentation der Widersprüche

 

Vor acht Jahren hat der Rat der Stadt Köln die sehr umstrittene Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf beschlossen. Acht Jahre lag der Beschluss im Dornröschenschlaf. Offensichtlich gab es keine Dringlichkeit.

 

Das Lärmgutachten wurde am 23.04.2013 als vorläufiger Abschlussbericht vorgelegt, aber nicht veröffentlicht. Das Stadtplanungsamt hat dann mit dem Lärmgutachter am 25.07.2013, 12.08.2014, 19.09.2014 und am 02.10.2014 an immer neuen Varianten gearbeitet. Das Gutachten wurde am 27.02.2015 fertig gestellt.

 

Die betriebswirtschaftliche Machbarkeitsstudie wurde am 12.09.2014 fertig gestellt und lag sechs Monate im Büro des Oberbürgermeisters. Freigabe zur Beratung an die Politik am 08.04.2015

 

Die Gutachten sollen die ständig in Größe und Art wechselnden Konzeptionen bewerten und unterstützen. Sie sind teilweise grob fehlerhaft und beruhen auf falschen Übertragungen oder Annahmen. Teilweise sind sie heute veraltet..

 

Wir bemängeln folgende Punkte und warnen die Politik vor einer voreiligen Entscheidung wegen der von der Verwaltung erzeugten angeblichen Dringlichkeit:

 

Gutachten ÖPP: Dieses Gutachten kann nicht objektiv sein, weil die Verfasser der Studie gleichzeitig die Befürworter und Ausführer von ÖPP-Verfahren sind. Ein auch für Laien erkennbar schlechtes Gutachten, das den Vorzug der Organisations- und Planungsfähigkeiten privater Investoren gegenüber den Fähigkeiten der Stadt- und Marktverwaltung über alle Maßen herausstellt.

 

Neben falschen Finanzierungskonditionen mit widersprüchlichen Zinssätzen, die auch dem Dezernentenbüro hätten auffallen müssen, sind die Recherchen bei den Marktbetreibern nur punktuell durchgeführt worden. Kein Wunder, dass heute die Händler in der Machbarkeitsstudie ihre Interessen nicht berücksichtigt finden.

 

Interessant ist, dass im Gutachten die Ansiedlung von sogenanntem „Affinen Gewerbe“ am gleichen Standort nicht mehr als zwingend für den Betrieb eines Frischemarktes angesehen wird. Dennoch hat die Stadt erst kürzlich – nach Fertigstellung der Machbarkeitsstudie – Flächen für den affinen Bedarf in ihren Besitz gebracht. Unnötig werden für das Kölner Klima wichtige Grünflächen kostenträchtig und umweltschädlich geopfert.

Das Vermietungsrisiko liegt für den gesamten Vertragszeitraum zu 100% bei der Stadt.

Vorgaben des Bundesrechnungshofs wurden mehrfach ignoriert.

Vorteile wurden als Nachteile zu Lasten der Stadt angeführt und auch umgekehrt. Eine Verdrehung von Tatsachen.

 

Im Lärmgutachten wurden die Gebäudevorschläge der baulichen Machbarkeitsstudie von DU Diederich wegen Überschreitung der Lärmimmissionen am Gut Horbell bzw. in Sielsdorf verworfen und gemeinsam mit der Stadt neue Gebäudeformen entwickelt und geprüft. Die Einhaltung der Lärmkontingente ist nur mit einer speziellen Gebäudeanordnung möglich, so z.B. nur mit einer teilweise kompletten Überdachung von Anlieferung und Parkplätzen sowie teilweise mit Lärmschutzwänden.

 

In die Vorlage zur Offenlage des FNP werden die Gebäudeanforderungen des Lärmgutachtens nicht übertragen. Die Kostenberechnung wird ohne die geforderten Parkplatzüberdachungen, die umweltverträglichere Sheddachgestaltung und ohne Lärmschutzwände erstellt!

 

Die geplante DHL-Ansiedlung ist nicht berücksichtigt, obwohl sie bisher nicht zurückgezogen wurde.

 

Auch das Verkehrsgutachten beruht auf falschen Zahlen und Schlussfolgerungen. Die Berechnung legt einen Warenumsatz von 300.000 Tonnen zugrunde, die Händler selber geben in ihrer Broschüre 1,2 Millionen Tonnen an.

Die Kreuzung Bonnstrasse ist mangelhaft und ist nicht zu ertüchtigen. Die Kreuzungen Marsdorfer Straße und Salzburger Weg sind erst gar nicht untersucht worden. Der einzige Abfluss zur Autobahn kann nur über einen Linksabbieger erfolgen. Allein an Hand dieser Beispiele kann von einer seriösen Lösung der Verkehrsprobleme nicht die Rede sein, zumal der kürzlich erfolgte Ausbau der Kreuzung Militärring/ Dürener Straße keine wesentliche Entlastung bringt.

 

Während im jetzt schon in die Jahre gekommenen Verkehrsgutachten die Gleuler Straße mit schwerem LKW-Verkehr belastet werden soll, erwägt das Lärmgutachten nun tagsüber eine Tempo-30-Regelung und nachts sogar ein LKW-Durchfahrtverbot. Was nicht über die Gleuler Straße fahren kann, muss folglich dann zusätzlich über die Dürener Straße fahren.

 

Ein Wirtschaftlichkeitskonzept mit belastbaren Bestands- und Prognosedaten liegt bis heute nicht vor.

 

Auch zum Artenschutz werden keinerlei Aussagen gemacht. Auf dieser Fläche sind z.B. schutzbedürftige Feldlerchen heimisch. Dies würde ggf. zu einem Planungs-verbot, aber in jedem Fall mindestens zu erheblichen Kosten für zwingend erforderliche Kompensationsmaßnahmen führen, die zusätzlich zu ökologischen Ausgleichsmaßnahmen zu leisten wären. Bisher sind diese Planungs-einschränkungen oder Kosten nicht betrachtet!

 

Fazit: Das FNP-Verfahren beruht auf Gutachten, die oft nicht von den gleichen Grundannahmen ausgehen oder sich sogar gegenseitig widersprechen. Durch ständige Änderungen der Größe, des Zuschnitts oder durch die Umwandlungen von Grün- und landwirtschaftlichen Flächen in Gewerbegebiete sind die Gutachten nach kurzer Zeit veraltet und nicht mehr anwendbar. So ist das neu erworbene Grundstück südlich des P&R in Marsdorf in keiner der aktuellen Änderungen des Lärmgutachtens enthalten. Dennoch ist es Gegenstand der Öffentlichkeitsbeteiligung im Dringlichkeitsverfahren. Auf welcher Grundlage sollen da eigentlich die Bürger beteiligt werden? Und wie soll auf dieser Basis ein rechtssicheres Verfahren durchgeführt werden, wenn bereits heute erhebliche Planungsmängel nicht sachgerecht beantwortet werden können.

 

Die unterschiedlichen Gutachten werden von der Stadtverwaltung oft grob falsch wiedergegeben.

 

Der Standort Marsdorf schafft Fakten, die nicht zu Ende gedacht sind. Nicht mehr umkehrbare umweltrelevante Sündenfälle werden in Kauf genommen z.B. die einzige westliche Frischluftschneise für die Gesamtstadt zuzubauen, Ackerböden der höchsten Güteklasse zu vernichten und ein Frischezentrum in falscher Konzeption an die falsche Stelle zu setzen. Im Realisierungsfalle werden den Bewohnern von Köln, Frechen und Sielsdorf irreversible Schäden zugefügt.

 

Hinzu kommt, dass Zusagen der Stadt z.B. im Bebauungsplan-Entwurf Nr. 6042/06 (Toyota-Allee) vom 29.06.2004 in wichtigen Teilen noch nicht umgesetzt sind, z.B. Begrünung der Dachflächen, Anlage von Ausgleichsflächen.

 

Auf dieser Basis will die Stadt einen hohen zweistelligen - bei korrekter Bauweise dreistelligen - Millionenbetrag ausgeben und weiterhin jährlich den neuen Frischemarkt mit Millionenbeträgen subventionieren.

 

Bisher angeführter Zeitdruck besteht nicht mehr: Die Bundesgartenschau findet 2025 nicht in Köln statt und einige Erbpachtverträge von Großmarkthändlern laufen noch bis 2024. Lediglich die Parkstadt Süd verbleibt nun als neue selbst erzeugte Dringlichkeit. Warum soll jetzt im Eilverfahren und ohne ausreichende Grundlage durch eine schnelle Bürgerbeteiligung alles auf eine Karte gesetzt werden, um den angeblichen Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen?

 

Es gibt ausreichend Zeit für ein fachgerechtes, seriös abgesichertes Verfahren, das Politik und Bürgern konsistente Entscheidungsgrundlagen zur gesetzlich geforderten Abwägung liefert, bevor Beschlüsse zur Änderungen des FNP getroffen werden.

 

Astrid Franzen       Hildegard Jahn- Schnelle

 

Elisabeth Spiegel        Martina Kanis

 

Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.

Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V.

Bürgerinteressengemeinschaft Weiden e.V.

Lövenich im Brennpunkt e.V.

 


Großmarkt Marsdorf: Offener Brief an OB und Rat / Einwendungen bis 17. Juli

Im Anhang finden Sie den Brief der BIG Junkersdorf zur Kritik an der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Großmarkt in Marsdorf.

 

Schriftliche Stellungnahmen zur Großmarktverlagerung müssen bis Freitag, den 17. Juli 2015 an die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Lindenthal, Frau Helga Blömer-Frerker, Aachener Straße 220, 50931 Köln, gerichtet werden.

 

Wählen Sie für Ihr Schreiben den Betreff: „Frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung an der Bauleitplanung – Frischezentrum Marsdorf in Köln-Junkersdorf“

 

Den vollständigen Brief finden Sie hier als PDF

 


Auszug aus dem Lärmgutachten zum Großmarkt:

Nächtliche Lärmpunkte


Horbeller Str. (IP3) Steigerung um 6,1 von 52,6 auf 58,7 dB(A)

Schutzwert Mischgebiet 54 dB(a) um 5 dB(A) überschritten

Wohngebiet 49 dB(A) um 9,7 dB(A)

 

Gleueler Str. (IP10) Steigerung um 3,8 von 60,2 auf 64,0 dB(A)

Schutzwert Wohngebiet 49 dB(A) um 15 dB(A) überschritten

 

Salzburger Weg IP 6 und 7 Steigerung um 0,8 dB(A) bei heute schon hohen Wert von 60 d(B)A

Schutzwert Wohngebiet 49 dB(A) dann um 11,8 dB(A) überschritten

Lärmwerte nachts über 60 dB(A) sind Eigentums- und Gesundheitsgefährdung

 

Gutachterlösung:

Gleueler Str. Tempo von 50 auf 30 und Nachts LKW-Sperrung

Salzburger Weg kaum umsetzbare Maßnahmen, daher keine

Marsdorfer Str. Nicht notwendig nach TA Lärm

 

 

 

Weitere Informationen zum Großmarkt können den nachfolgenden Dokumenten entnommen werden:

 

- 11 Argumente gegen Marsdorf (1,49 MB)

- Brief Flächennutzungsplan Grossmarkt (590 KB)

- Anschreiben Grossmarkt Land NRW (247 KB)

- Anschreiben Minister Jäger (247 KB)

- Anschreiben Harzendorf (110 KB)

- Anschreiben Grossmarkt ÖPP-Modell (1,19 MB)

- Flugblatt (211 KB)

- Notizen Akteneinsicht Gebietsentwicklungsplan (67 KB)

- Öffentlichkeitsbeteiligung Luftreinhalteplan (164 KB)

 


Jetzt Petition verbreiten: 'Grossmarkt Köln:Verlagerung von Köln-Raderberg nach Köln-Marsdorf'

Je mehr Menschen die Kampagne unterstützen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Erfolg hat. Hier könnt Sie mehr erfahren und unterzeichnen:

https://weact.campact.de/petitions/grossmarkt-koln-verlagerung-von-koln-raderberg-nach-koln-marsdorf

 


Einsprüche und Stellungnahmen gegen die 191. Änderung des FNP (Arbeitstitel: Frischezentrum Marsdorf in Köln-­‐Junkersdorf) und die Änderung des Bebauungsplanes Nr. 6042/06, Arbeitstitel „Toyota-­‐Allee“

Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin,

wegen vier erheblicher Falschaussagen (Punkt 1) in der Veranstaltung zur „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ am 22. Juni 2015 sowie unzureichender bzw. fehlender Informationen (Punkt 2) insbesondere zur Umweltsituation bzw. Umweltverträglichkeit der Bauleitplanung bzw. der Bebauungsplanung hat die BIG Junkersdorf e.V. unverzüglich an den Oberbürgermeister, den Rat der Stadt Köln und die Bezirksvertretung ein Protestschreiben am 23. Juni 2015 versandt (Anlage 1) und verlangt, die Veranstaltung zur „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ nach den Sommerferien 2015 zu wiederholen und pflichtgemäß nach § 1, Abs. 6 BauGB und § 2 BauGB die versäumte Unterrichtung über die Umweltaspekte (insbesondere das Stadtklima betreffend) und die Vereinbarkeit der Planung mit den Ergebnissen der Interkommunalen Integrierten Raumanalyse (IIRA) transparent darzustellen.

 

Leider haben wir bis heute keinerlei Stellungnahmen von den zuständigen Gremien und der Verwaltung erhalten. Unser Schreiben vom 23. Juni 2015 liegt diesem Schreiben an und ist in seinen einzelnen Kritikpunkten sowohl Einspruch als auch Stellungnahme zu den im Betreff genannten Verfahren.

 

Wir stellen sowohl die Dringlichkeit (Punkt 3) als auch die Parallelität (Punkt 4) der Änderungen des FNP und der Bebauungsplanung in Frage. Nach Entfall des Umzugs der Fachhochschule und die Nichtteilnahme an der Bundesgartenschau 2025 bleibt als verbleibende scheinbare „Dringlichkeit“ die Errichtung der neuen „Parkstadt Süd“ mit der Erweiterung des Grüngürtels. In diesem verbleibenden Punkt kann aber eine Dringlichkeit – zumindest im juristischen Sinne – nicht konstruiert werden.

...

 

Lesen Sie hier das vollständige Schreiben als PDF.

 

Ebenfalls finden Sie die im Schreiben erwähnten Anlagen hier zum Download als PDF:

- Anlage 1

- Anlage 2

 


Landtag                                                                                           Köln, den 07.11.2012

des Landes NRW

Petitionsausschuss

Platz des Landtags 1

40221 Düsseldorf

 

 

 

Petition

 

der Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.

vertreten durch die Vorstandsvorsitzende Astrid Franzen und die

Stellvertretende Vorsitzende Bettina Boos

 

-    Beschwerdeführerin -

 

gegen

 

die Stadt Köln vertreten durch Oberbürgermeister Jürgen Roters

 

-          Beschwerdegegnerin -

 

 

 

Hiermit legt die Beschwerdeführerin eine Petition ein wegen

 
Fehlplanung der Stadt Köln zu Lasten und zum Schaden der Wohnbevölkerung von Köln-Junkersdorf, der Umwelt und der Verkehrsinfrastruktur durch

die Verlagerung des Großmarktes von Köln-Raderberg als neues Frischezentrum nach Köln-Marsdorf.

 

-          540 Unterschriften (Originale wurden OB Roters übergeben)

-          und Kopien von 63 Schreiben von Kölner Bürgern in Junkersdorf, die gegen die Verlagerung des Großmarkts nach Köln-Marsdorf protestieren,

-          Stellungnahme des Bürgerbündnisses West zur Verlagerung des Großmarkts

-    1 Flugblatt, Kopie eines Fotos sowie 8 Abbildungen auf Presseausschnitten

      über die Verkehrsmisere in Junkersdorf und Lindenthal

sowie eine Straßenkarte zur Veranschaulichung, insgesamt 10 Anlagen,

sind beigefügt.

 

 

 

 

Gegenstand der Petition

 

Am 13. Dezember 2007 fasste der Rat der Stadt Köln den Beschluss, den Großmarkt – Frischezentrum – von Köln-Raderberg nach Marsdorf zu verlagern. Diese Verlagerung hätte auf die Verkehrssituation in der Region insbesondere im Kölner Westen, erhebliche Auswirkungen, so dass die geplante Verlagerung auch die Verkehrs- und Landesplanung betrifft.

 Die Wohnbevölkerung von Köln-Junkersdorf leidet bereits seit vielen Jahren unter den unerträglichen Belästigungen durch den ständig wachsenden Straßenverkehr, insbesondere den Durchgangsverkehr. Täglich fahren ca. 30.000 Fahrzeuge – PKW, Lieferwagen und LKW – durch die Wohnstraßen von Köln-Junkersdorf. Alleine über die Junkersdorfer Straße und den Kölner Weg fahren nach den Zählungen der Stadt Köln täglich 15.000 Fahrzeuge.

Die Fahrzeugströme fließen in beiden Richtungen durch Junkersdorf. Die Haupteinfallstraßen sind:

 B 55 – Aachener Straße über Vogelsanger Weg, Am Weidenpesch, Statthalterhofweg, Marsdorfer Straße aus Richtung westl. Umland und Autobahn,

 Kirchweg, Statthalterhofweg, Marsdorfer Straße aus Richtung Stadtzentrum

 Junkersdorfer Straße und Kölner Weg, Statthalterhofweg, Marsdorfer Straße

aus Richtung Stadtzentrum sowie östliche und nördliche Stadtteile,

 Junkersdorfer Straße, Salzburger Weg, Statthalterhofallee, Statthalterhofweg, Marsdorfer Straße

aus Richtung Stadtzentrum sowie östliche und nördliche Stadtteile,

 Jungbluthgassenbrücke – Autobahnüberführung - Jungbluthgasse - Marsdorfer Straße

aus Richtung Köln-Weiden, dem westl. Umland: - Rhein-Erftkreis

Bei den oben aufgeführten Straßen handelt es sich um Wohn- oder Wohnsammelstraßen, die entsprechend der gesetzlichen Regelungen nicht den Zweck der Erschließung von Gewerbegebieten haben und bereits heute völlig überbelastet sind. Die Erschließung des Gewerbegebiets Marsdorf muss deshalb über die Dürener Straße (B 264) mit der Kreuzung zur Militärringstraße im Osten und der Autobahnauffahrt Frechen der A1 im Westen und durch die Horbeller Straße sowie die Toyotaallee erfolgen.

 Jeder im Kölner Westen, auch die Stadtverwaltung Köln weiß aber, dass an der Kreuzung Dürener Straße – Militärring ein verkehrstechnisches Nadelöhr besteht. Die Dürener Straße ist an dieser Kreuzung stets verstopft, und zwar in beiden Richtungen. Es wäre daher geboten gewesen, schon rechtzeitig vor der Errichtung des Gewerbegebiets Marsdorf diese Kreuzung entsprechend auszubauen.

Das von der Stadt Köln geäußerte Vorhaben, die Kreuzung durch Ausweitungen zu ertüchtigen, wird zwar eine Verbesserung erbringen, aber die ständigen Sperrungen der Kreuzung durch die Straßenbahnen der KVB und Bahngüterverkehr (jeweils 28 Min. und 4 Min. pro Stunde in den Hauptverkehrszeiten) erzeugen noch nicht einmal eine staufreie Verkehrsführung für den heutigen Verkehr geschweige für eine Verkehrssituation im Jahr 2025 nach Umsiedlung des Großmarkts.

Die einzige ausreichende Baumaßnahme wäre die Tieferlegungen der Militärringstraße und damit die Beseitigung des Anachronismus, dass Straßenbahn und Güterzüge unmittelbar an der Kreuzung Militärring-Dürener Straße die Militäringstraße überqueren und in den Hauptverkehrszeiten den Straßenverkehr zu über 50 Prozent lahmlegen. Eine entsprechende und vergleichbare Baumaßnahme wird vom Land NRW an der Kreuzung Luxemburger Straße/Militärring auch finanziell unterstützt..

 Außerdem wäre es geboten gewesen, die Dürener Straße auch auf dem Abschnitt Kreuzung Militärringstraße bis zur Einmündung Marsdorfer Straße vierspurig auszubauen und damit nicht erst - wie geschehen - hinter der Autobahnüberführung und der Einmündung Marsdorfer Straße zu beginnen.
Nichts desgleichen ist geschehen. Die Verkehrserschließung des Gewerbegebietes Marsdorf erfolgt im wesentlichen durch die Wohnstraßen von Junkersdorf.

Die Stadt Köln verharrt in Untätigkeit.

 In dieser verfahrenen Situation wird nun auch noch die Verlagerung des Großmarkts von Raderberg nach Marsdorf beabsichtigt. Das verschärft die ganze Verkehrsmisere noch einmal zusätzlich. Bei einem Großmarkt in Marsdorf würde nachts die Ware per Lkw über die Autobahn angeliefert. Nach allen Erfahrungen wäre das bis 6 Uhr morgens erledigt. Ab 7 Uhr bis nachmittags etwa 15 Uhr kommen die Kunden – Einzelhandel, Hotels, Restaurants, Grossküchen, Krankenhäuser, Seniorenheime etc. um Ware zu kaufen und abzuholen. Tatsächlich aber kommen die meisten Abholer morgens zwischen 7 und 9 Uhr im Berufsverkehr. Im Hinblick auf das Nadelöhr Dürener Straße – Militärring müssten sie mit ihren Lieferwagen im wesentlichen wie alle anderen Fahrzeuge auch durch Junkersdorf nach Marsdorf fahren und zurück. Das bedeutet eine wesentliche Verschärfung der Verkehrslage in Junkersdorf.

Die einzigen Äußerungen dazu aus Rat und Verwaltung, lauten:
Es ist gegen einen Großmarkt in Marsdorf nichts einzuwenden, weil sich die Verkehrssituation im Westen der Stadt ohnehin katastrophal entwickelt hat und durch den Großmarkt nicht wesentlich schlechter wird. Diese Äußerung empfinden die Junkersdorfer angesichts der üblen Verkehrsmisere in ihrem Ort als zynisch.

 Die von der Stadt Köln vorgelegten Planungen, FNP und Verkehrsplan, bieten ein verwirrendes Bild. Die Planungen und Absichten der Stadt Köln sind nicht klar erkennbar.

 Zunächst war im FNP für den Großmarkt und sogenanntes großmarktaffines Gewerbe eine Fläche von 35,9 ha vorgesehen. Dies steht in krassem Widerspruch zu der weitaus geringeren Fläche von 11 ha, die für den derzeitigen Standort Raderberg ausgewiesen wird. Diese Diskrepanz erscheint vollkommen unverständlich. Eine Erklärung könnte in dem Verdacht liegen, dass die Stadt bei der Verlagerung des Großmarktes beabsichtigt, auch allgemeine Gewerbeflächen zusätzlich zu planen und zusätzlich auszuweisen, obwohl in unmittelbarer nachbarschaftlicher Lage ein noch freies, genehmigtes ausreichend großes Gewerbegelände in städtischem Besitz verfügbar ist. Vor einer solchen Entwicklung kann man nur warnen. Ein derartiges Vorhaben würde die schon bestehende Verkehrsmisere noch einmal verschlimmern.

 Die 191. Änderung des FNP zeigt, dass die Stadt Köln zum Verkehrsgutachten falsche Angaben gemacht hat. Während im geänderten FNP 21 ha für das Frischezentrum und weitere 14,5 ha für großmarktaffine Betriebe angesetzt werden, sind im Verkehrsgutachten nur 14 ha für das Frischzentrum und 12 ha für affine Betriebe vorgesehen. Im Verkehrsgutachten bleiben somit 10 ha unberücksichtigt.

 In der Vorlage der Stadtverwaltung Nr. 1905/2012 Dez. VI, 61 sind schließlich ohne nähere Differenzierung zwischen Frischezentrum und großmarktaffinen Betrieben nur pauschal 16 – 20 ha insgesamt vorgesehen.

Man gewinnt den Eindruck, dass die Stadtverwaltung selbst noch nicht weiß, wie sich die Dinge entwickeln und unsicher ist, welche Flächen tatsächlich benötigt werden. Auf jeden Fall ist erkennbar, dass der Umfang des Vorhabens Großmarkt weiter heruntergespielt wird und keine Klarheit über den Umfang der einzelnen Teile des Vorhabens besteht. Im Übrigen ist die Absicht der Stadt Köln eine ökologische Ausgleichsfläche in zusätzliche Gewerbeflächen umzuwandeln, wegen der bereits bestehenden Verkehrs- und Umweltbelastungen grundsätzlich abzulehnen.

Was die Zahlen im Verkehrsgutachten angeht, so leben diese im Wesentlichen von Zahlenannahmen, die die Stadt Köln festgelegt hat. Hier wird wieder einmal versucht die Dinge passend zu machen.

Es hat stets in all den vergangenen Jahren in Raderberg jährlich einen Warenumschlag von ca. 1,2 Mio t Warenumsatz vorgelegen und täglich wurde der Großmarkt von über 5.000 – 10.000 Kfz angefahren. Hingegen werden im Verkehrsgutachten die Zahlen wieder einmal herabgesetzt.

Nach dem Verkehrsgutachten der Stadt Köln gibt es nur einen Warenumschlag von 300.000 t und täglich nur noch 3.600 Kfz. Bei dieser Zahl wurde im übrigen vergessen, dass täglich 2.400 Mitarbeiter des Großmarkts mit ihren KFZ zur Arbeit hin- und zurückfahren. Die Zahlen – Warenumschlag und Kfz – können nicht richtig sein. Derart große Diskrepanzen sind nicht erklärbar. Aus den Zahlen über benötigte Flächen, Warenumschlag und Verkehrszahlen ergibt sich, dass in eklatante Weise von der Stadt gegen das Gebot der Transparenz verstoßen wird. Alles ist unklar oder willkürlich gegriffen. Es wird offenbar versucht, die Beschwerden der betroffenen Bürger zu relativieren.

Sollte der Großmarkt nach Marsdorf verlegt werden, dann wäre das Verkehrschaos in Junkersdorf komplett. Wenn zusätzlich eine große Anzahl von Kfz infolge des Großmarkts hinzukommen, ist der totale Verkehrskollaps in Junkersdorf unvermeidlich.

In diesem Zusammenhang muss auch berücksichtigt werden, dass die allgemeine Verkehrsprognose generell ein weiteres Ansteigen des Kfz-Verkehrs voraussagt. Der Kölner Wohnvorort Junkersdorf ist bereits jetzt durch fehlerhafte Planung und Untätigkeit der Stadt Köln über alle Grenzen hinaus belastet. Der Großmarkt würde Junkersdorf den verkehrstechnischen Todesstoß versetzen.

 Inzwischen sind die Bürger verzweifelt, weil Lärm und Schadstoffbelastung der Luft zunehmend ihre Gesundheit und die ihrer Kinder belasten. In den Kinderarztpraxen Junkersdorfs werden in zunehmender Zahl Kinder behandelt, die unter Atemwegserkrankungen und Allergien leiden.

Die ohnehin enorme Schadstoffbelastung der Luft in Junkersdorf und Umgebung übersteigt bekannter Weise erheblich die Grenzwerte der EU insbesondere für Stickoxyde.

Das vorgesehene Großmarktgelände liegt neben zwei Landschaftsschutzgebieten und im letzten vorhandenen Luftkorridor, der für Junkersdorf und den Kölner Westen aber auch für die Innenstadt wegen der dringend notwendigen Frischluftzufuhr von der Ville erhebliche Bedeutung hat. Außerdem ist diese Fläche bereits als Ausgleichfläche für die Bebauung des Toyotageländes zwingend vorgesehen und geplant. Die Stadt Köln hat jedoch vorgeschriebene Begrünungsmaßnahmen bisher nicht durchgeführt. Die Verlegung des Großmarkts in das vorgesehene Areal in Marsdorf würde Frischluftzufuhr durch Bebauung unterbrechen, was dann starke negative Auswirkungen auf das Klima in Junkersdorf und die Kernstadt haben würde.

Zu beklagen ist auch, dass bei Realisierung der Großmarktverlegung wieder ein großes Stück Grünfläche versiegelt wird und verloren geht. Hinzu kommt, dass es sich um landwirtschaftlichen Boden von höchster Qualität handelt. Entgegen früherer Aussagen ist das Gelände auch nicht mehrheitlich im Besitz der Stadt Köln. Somit werden die Subventionskosten für dieses Projekt bei der hoch verschuldeten Stadt Köln noch weiter steigen.

Im übrigen ist es höchst fraglich, ob ein neuer Standort für ein Frischezentrum in Marsdorf in Anbetracht der damit verbundenen Verkehrsmisere von den Betreibern und von der Kundschaft überhaupt angenommen wird. Einige Betriebe sind bereits vom Großmarkt in Raderberg zum Gewerbegebiet Eifeltor verlagert worden. Käufer und Abholer werden sicher durch ständigen Stau auf der Strecke nach Marsdorf und den damit verbundenen Zeitverlust abgeschreckt werden.

Nach alldem wäre eine Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf unverantwortlich. Die Junkersdorfer Bevölkerung ist sehr aufgebracht und empört.

Nachdem die Stadt Köln selbst die Flächen für das neue Frischezentrum immer kleiner ansetzt und immer mehr Großmarktnutzer ihre Aktivitäten auf Flächen außerhalb des Großmarktes verlegen, müsste es doch möglich sein, aus den übrigen 13 Standorten, die für das Frischezentrum zur Auswahl standen, eine geeignete Alternative an Stelle von Marsdorf zu finden. Bei einem Bedarf von heute angeblich nur noch 11 ha könnte sogar ein Neubau auf dem heutigen Großmarktgelände und dessen Umgebung – das Gesamtareal hat eine Fläche von insgesamt 100 ha - in Betracht gezogen werden.

Es wird gebeten, sich der schwerwiegenden Probleme des Stadtteils Köln-Junkersdorf anzunehmen und auf die Stadt Köln einzuwirken, eine andere Lösung für den Großmarktstandort als Marsdorf zu finden.

Abschließend bemerken wir: Es ist enttäuschend, dass die Landesregierung auf die Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Dr. Martin Schoser und Rita Klöpper in der Sache auf kein Argument eingeht und sich mit dem Hinweis auf die Planungshoheit der Gemeinden neutral verhält. Dies ist nicht akzeptabel, weil das Land auch eine Fürsorgepflicht insbesondere in Verkehrs-, Gesundheits- und Umweltfragen gegenüber seinen Bürgern hat.

 

Astrid Franzen                                                                               Bettina Boos

1. Sprecherin                                                                                 2.Sprecherin

 

 

Verlagerung des Großmarkts - Einspruchsfrist verlängert

Wollen Sie den Großmarkt in Marsdorf ? 70.000 weitere Lieferwagen pro Woche?


Wenn nicht, müssen Sie bis 17. Juli 2015 aktiv werden!

ACHTUNG: Fristverlängerung bis 17. Juli!


Nutzen Sie Ihre Bürgerrechte und bringen Sie sich ein im Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans in Marsdorf!

Ihre schriftlichen Stellungnahmen zur Großmarktverlagerung müssen bis

 

Freitag, den 17. Juli 2015

 

an die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirkes Lindenthal, Frau Helga Blömer-Frerker, Aachener Straße 220, 50931 Köln, gerichtet werden.

Wählen Sie für Ihr Schreiben den Betreff: „Frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung an der Bauleitplanung – Frischezentrum Marsdorf in Köln-Junkersdorf“

 

Das vollständige Flugblatt finden Sie hier als PDF.

 


Diverse Dokumente zum Großmarkt

Weitere Informationen zum Großmarkt können den nachfolgenden Dokumenten entnommen werden:

 

- 11 Argumente gegen Marsdorf (1,49 MB)

- Brief Flächennutzungsplan Grossmarkt (590 KB)

- Anschreiben Grossmarkt Land NRW (247 KB)

- Anschreiben Minister Jäger (247 KB)

- Anschreiben Harzendorf (110 KB)

- Anschreiben Grossmarkt ÖPP-Modell (1,19 MB)

- Flugblatt (211 KB)

- Notizen Akteneinsicht Gebietsentwicklungsplan (67 KB)

- Öffentlichkeitsbeteiligung Luftreinhalteplan (164 KB)

 


08. Juni 2015 Aktuelle Stunde der Bezirksvertretung Lindenthal zum Großmarkt

In der Bezirksvertretung Lindenthal (Aachener Straße 220) findet am 08. Juni 2015 ab 16 Uhr eine Aktuelle Stunde zum geplanten Großmarkt in Marsdorf statt. Es wäre gut, wenn möglichst viele Interessierte spontan teilnehmen könnten. Auch die BIG Junkersdorf wird das Wort ergreifen.

Trotz der massiven Kritik an dem Projekt soll schon Ende des Monats der geänderte Flächennutzungsplan ausliegen.


Hier können Sie den Vortrag der BIG einsehen.

 


Sachstand DHL-Ansiedlung und Großmarkt in Köln-Marsdorf

Einladung zur Veranstaltung


am Donnerstag 12. März 2015 um 19.00 Uhr

in der Aula der Grundschule Freiligrathstraße in Köln-Lindenthal


Sehr geehrte Damen und Herren,

 

seit der letzten Bürgerversammlung zum Thema Großmarkt ist einige Zeit vergangen. Wir haben keiner weiteren neuen Informationen von der Verwaltung bekommen. Trotzdem wollen wir einen aktuellen Sachstand, auch bzgl. des Verkehrs.


In der Zwischenzeit wurden Pläne bekannt, dass in Marsdorf eine DHL-Spediton angesiedelt werden soll. Das hat wiederum Folgen für Lärm und LKW-Verkehr.

Auch darüber wollen wir berichten.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen.


Mit freundlichen Grüßen


Helga Blömer-Frerker und Roland Schüler

 


 

Großmarkt Marsdorf - immer neue schlechte Ideen!

Ab September 2012 werden verschiedene Ausschüsse und der Rat der Stadt Köln mit einer Beschlussvorlage der Verwaltung zur 191. Änderung des Flächennutzungsplanes (FNP) in Vorbereitung auf die geplante Verlagerung des Großmarktes nach Köln-­‐Marsdorf befasst(Hier können Sie Stellungnahme zur geplanten Änderung des FNP Köln-­Marsdorf lesen!)

 


 

 

 



Werden Sie aktiv! Sammeln Sie Argumente gegen die Großmarktverlagerung nach Marsdorf!

(Hier können Sie sich in unserer neuesten Broschüre unsere Argumente gegen die Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf einsehen!)

_____________________________________________________________________________________________________________________

 

 

 


Liebe „Großmarktgegner“,

 

Wir haben Ihren Einsatz nicht vergessen!

 

Leider hat uns zwischenzeitlich Herr Roters Vorstellung, den DFB-Campus auf die Jahnwiesen zu bauen, im wahrsten Sinne des Wortes überfahren.

 

Sie haben sich in vorbildlicher Weise eingesetzt. Bis heute haben wir ca. 200 Kopien Ihrer Briefe erhalten. Den ersten Einsendern haben wir noch persönlich geantwortet. Bitte haben sie Verständnis, dass wir dass dann bei der Menge der Zuschriften nicht mehr nachhalten konnten.

 

Wir haben uns bei Herrn Roters um einen Übergabetermin bemüht. Er hat keine Zeit für uns! Wir sollten uns an die zuständige Dezernentin Frau Berg wenden. Frau Berg hat auch keine Zeit für uns! Bei einer Referentin vorstellig zu werden, haben wir keine Zeit! Wir werden Sie nun am 25.Juni vor der BV-Sitzung um 16.00 Uhr der Bezirksbürgermeisterin Frau Blömer-Frerker überreichen.

 

Ganz besonders hat uns der Einsatz von Greenteam gefreut, einer Gruppe von Jungen im Alter von 12 Jahren, die aus eigenem Antrieb einen Stand gemacht haben und dort 355 Unterschriften gegen den Großmarkt gesammelt haben.

 

Sie können gewiss sein, dass wir Sie weiterhin auf dem Laufenden halten und wir bei der bevorstehenden Änderung des Flächennutzungsplan auch wieder auf ihre Mithilfe angewiesen sind.

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

 



Liebes Greenteam! Danke für die Unterstützung!
_______________________________________________________________________________________________________________________


 

 

Hier können Sie das Flugblatt herunterladen ...!

 

 

Hier finden Sie weitergehende Informationen zum Großmarkt

 

Die Ratsfraktion "Bündnis90/Die Grünen" hat nun in einem Brief an die BIG Junkersdorf Stellung zu den Verkehrsabelastungen wegen der Großmarktverlagrung genommen

(Lesen Sie hier die Stellungnahme!)

 

Hier nun unsere erwiderung zum Schreiben von Bündnis90/Die Grünen:

 

Geehrte Frau Moritz, sehr geehrte Frau Thull, Sehr geehrter Herr Frank,

 

die in Ihrem Schreiben vom April 2012 – dass wir zur Information auf unserer Internetseite hinterlegt haben - vorgetragenen Argumente für eine Großmarktverlagerung können wir so nicht hinnehmen.

Sie haben zwar leider im Rat die Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf unterstützt, aber ausdrücklich mit der Vorgabe der verkehrlichen Machbarkeit. Wir dürfen hier noch mal ausdrücklich Frau Moritz zitieren: „Und ich verbürge mich für folgendes- das habe ich schon im StEA gesagt-. Wenn sich herausstellt, dass der Verkehr an diesem Standort nicht abzuwickeln ist, bin ich die erste, die sagt. Dieser Standort ist nicht geeignet; lasst uns den nächsten Standort angucken.“ “ Barbara Moritz Seite 81

Ihre Behauptung, dass das bisherige Gutachten ergibt, die Verkehrsprobleme an den Knotenpunkten seien lösbar, können wir nicht nachvollziehen. Nach sämtlichen baulichen Maßnahmen und betrieblichen Optimierungen wird bestenfalls Stufe D erreicht:

Im Kraftfahrzeugverkehr ist ein ständiger Rückstau vorhanden. Die Wartezeiten sind für alle Verkehrsteilnehmer beträchtlich. Der Verkehrszustand ist noch stabil.

Für den Knoten Dürener Strasse/Militärringstraße kommt als Ergebnis Stufe E vormittags:

Die Verkehrsteilnehmer stehen in erheblicher Konkurrenz zueinander. Im Kraftfahrzeugverkehr stellt sich ein allmählich wachsender Stau ein. Die Wartezeiten sind sehr lang. Die Kapazität wird erreicht.

und Stufe F nachmittags:

Die Nachfrage ist größer als die Kapazität. Die Fahrzeuge müssen bis zu ihrer Abfertigung mehrfach vorrücken. Der Stau wächst. Die Wartezeiten sind extrem lang. Die Anlage ist überlastet.

 

Die Knotenpunkte in Junkersdorf – Dürener Str./ Marsdorfer Str.bzw. Salzburger Weg werden erst gar nicht untersucht. Hier sind laut Aussage des Büros VIA keine Lösungen möglich.

Anscheinend sind auch Sie der zynischen Meinung: Wo es sowieso schon schlecht ist kann es auch noch schlechter werden.

Ganz besonders enttäuscht sind wir dass Sie als Grüne Politiker der Umweltaspekt vollkommen kalt lässt. In der Interkommunalen Raumanalyse wird ausdrücklich auf die Wichtigkeit dieser Flächen für die Frischluftzufuhr der gesamten Stadt hingewiesen und empfohlen diese Fläche unbebaut zulassen. Auf diesen für uns ganz wichtigen Aspekt – unsere Schadstoffwerte überschreiten schon heute die EU-Grenzwerte-, den wir oft genug angesprochen haben, sind Sie bisher niemals eingegangen. Anscheinend sind Ihnen die Atemprobleme unserer Kinder, deren Zunahme schon heute von den Junkersdorfer Kinderärzten in erheblicher Zahl festgestellt werden, vollkommen egal.

Die Ihnen bisher zugegangenen Briefe – wir haben bisher ca. 145 Kopien archiviert- sind natürlich gleichlautend ,weil wir hier im Kölner Westen auch alle die gleichen Probleme haben. Es ist den Menschen nicht zu verdenken dass sie nicht länger hinnehmen wollen, dass Geld machen , wo und wie auch immer wichtiger als ihre Gesundheit sein soll.

Im übrigen verweisen wir nochmals auf unser ausführliches Schreiben vom 31.3.2012 als Anlage.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Astrid Franzen Bettina Boos

1.Sprecherin 2.Sprecherin

 

 

Kölner Stadt-Anzeiger: Bürger wollen Beschwerde einreichen

Der Protest gegen die vom Rat beschlossene Umsiedlung des Großmarktes nach Marsdorf nimmt zu. Sieben im "Aktionsbündnis West" zusammengeschlossene Initiativen wollen jetzt Petitionen an die Beschwerdeausschüsse von Stadt und Landtag senden.

 

Den vollständigen Artikel können Sie hier beim Kölner Stadt-Anzeiger einsehen!

 

__________________________________________________________________________________________________________________________________________

 

 

 

Gegen Großmarkt Marsdorf: Bürgerbündnis West




Das interkommunale BW ist ein Zusammenschluß verschiedenster Vereinigungen des Kölner Westen, Big- Junkersdorf e.v., Big Weiden e.v., Big FSS e.v., Bürgerverein Müngersdorf e.v., Dorfgemeinschaft Sielsdorf e.v., Aktivkreis Frechen e.V. , die die Umsiedlung des Kölner Großmarktes nach Marsdorf entschieden ablehnen und die katastrophale Verkehrs- und Umweltbelastungen im Kölner Westen nicht weiter hinnehmen wollen.

 

Die Initiativen im Bürgerbündnis West protestieren ab heute mit Flugblättern gegen den geplanten Umzug des Großmarkts nach Köln-Marsdorf. Das Flugblatt finden Sie im Anhang.

Wir benötigen Unterstützung beim Verteilen! Bitte bei der BIG Junkersdorf unter info@big-junkersdorf.de oder Tel. 48 87 95 melden!

Schon jetzt ist die Verkehrsbelastung im Kölner Westen gesundheitsgefährdend: seit mehreren Jahren weisen die Messstationen in Junkersdorf und Weiden eine deutliche Überschreitung der EU-Grenzwerte für Stickoxide aus. Folgen sind Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besonders bei Kindern.

Obwohl diese Situation bekannt ist, hält die Stadt Köln an der Entscheidung fest, auch noch den Kölner Großmarkt in den Kölner Westen zu verlagern, was die Verkehrsprobleme noch einmal verschärfen würde.

Bitte helfen Sie uns, Flagge gegen den Großmarkt in Marsdorf zu zeigen! Machen Sie den Politikern und den Vertretern der Stadt Köln durch Briefe und emails deutlich, dass wir eine weitere Verschärfung der Verkehrs- und Umweltprobleme in Junkersdorf nicht hinnehmen wollen und dass ein weiterer ‚Verkehrsmagnet’ wie der Großmarkt hier keinen Platz findet.

 



BIG Junkersdorf kritisiert Verkehrsgutachten zum Großmarkt Marsdorf

 Die Kölner Stadtverwaltung veröffentlichte gestern das Verkehrsgutachten zum geplanten Umzug des Großmarkts nach Marsdorf. Hierzu erklärt Astrid Franzen, Vorsitzende der BIG Junkersdorf:

“Es zeugt von großem Zynismus und Menschenverachtung, wenn in dem Gutachten sinngemäß das Fazit gezogen wird: Hier ist die Umwelt- und Lärmbelästigung schon so groß – unter anderem eine dauerhafte Überschreitung der Grenzwerte von Stickoxiden in Junkersdorf und Weiden -, da kommt es auf ein bißchen mehr Gift auch nicht mehr drauf an. Ganz zu schweigen davon, dass in der zuvor erstellten Interkommunalen Raumanalyse der Gutachter empfohlen hatte, die Fläche in Marsdorf freizuhalten, da diese in einer der letzten Frischluftschneisen für die Innenstadt liegt.

Wenn laut Gutachten die weitere Wohn- und Gewerbeentwicklung zu signifikanten Verkehrsbelastungen führt, kann verantwortungsvolle Politik für das Wohl und die Gesundheit der Bürger nur den Schluss ziehen, dass hier kein weiteres Gewerbe mehr hinpasst.

Die Behauptung, dass der zusätzliche Großmarktverkehr vor allem in verkehrsarmen Zeiten auftritt, ist schlichtweg falsch. Die Anlieferung per LKW, teilweise auch durch Wohngebiete, erfolgt sicherlich nachts. Der Warenumschlag jedoch zielt auf Gastronomie und Kleinhandel - alle großen Betreiber werden von Ihrer eigenen Logistik beliefert - und der fährt, aus der Innenstadt sicherlich nicht über die Autobahn, sondern morgens im Berufsverkehr.

Wer heute schon Verkehr und Rückstau auf der Dürener Str. kennt und behauptet, dass dieser mit geringfügiger Optimierung in Zukunft abgewickelt werden könnte, lügt sich und den Bürgern in die Tasche. Dieses Gutachten scheint dem Auftraggeber sehr gefällig.“

Die Bürgervereine im Kölner Westen sind noch aus einem anderen Grund verärgert: keine einzige der zahlreichen während der Gutachtenerstellung eingebrachten Anregungen der Bürger sowie der Bezirksvertretung Lindenthal wurden im Gutachten berücksichtigt! So sieht Bürgerbeteiligung in Köln aus!

Als größte Mängel des Gutachtens kritisiert die BIG Junkersdorf die im Gutachten zugrunde gelegten, viel zu geringen Verkehrszahlen für den Großmarkt und das zu kleine Untersuchungsgebiet, das bereits am Militärring endet. Das Gutachten unterstellt außerdem, dass die für den Großmarkt vorgesehene Fläche ohne den Großmarkt anderweitig gewerblich genutzt würde. Tatsächlich handelt es sich heute jedoch um Ackerfläche - noch ein Anhaltspunkt dafür, dass die Prämissen des Gutachtens alles andere als objektiv sind, sondern lediglich die Belastung durch den Großmarkt klein erscheinen lassen sollen. Kaum glaublich ist auch, dass das Gutachten überhaupt nicht die in unmittelbarer Nähe liegenden Wohnstraßen in Junkersdorf berücksichtigt, obwohl hier heute schon eine Verkehrsbelastung und Luftverschmutzung vorliegt, die bereits drei Jahre in Folge über den zulässigen EU-Grenzwerten liegt.

Die Bürger in dem betroffenen Stadtgebiet wollen das so nicht hinnehmen und planen weitere Aktionen, um die Politiker auf die Umweltsituation in Junkersdorf und im gesamten Kölner Westen aufmerksam zu machen. "Schließlich geht es hier vor allem um die Gesundheit der vielen Kinder in unserem Stadtteil, die unter der Luftverschmutzung ganz besonders leiden", äußert sich Bettina Boos von der BIG. "Niemand käme auf die Idee, in einen umweltverseuchten Fluss, in dem die Fische sterben, noch einen weiteren Eimer Gift hinein zu kippen. In Sachen Großmarkt schlägt die Verwaltung aber genau dies der Politik vor: trotz oder sogar gerade wegen der hohen verkehrsbedingten Umweltbelastung im Kölner Westen will man hier die Belastung noch weiter erhöhen. Wer möchte das unseren Kindern erklären?"

 

 

 

Großmarkt Marsdorf: Bürgerinformation und neue Proteste

 

Am 17. November 2011 wurden den Bürgern im Bezirksrathaus Lindenthal die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung für den Kölner Westen vorgestellt, die anlässlich der geplanten Großmarktverlagerung nach Marsdorf erstellt wurde. Die Ergebnisse waren erschreckend: 115.000 zusätzliche KfZ, die Hälfte davon Schwerlastverkehr, werden für den Kölner Westen auf Basis der vorgesehenen Wohn- und Gewerbeerweiterungen prognostiziert, obwohl die Straßeninfrastruktur heute bereits ihre Belastungsgrenzen überschritten hat.

 

Fazit des Gutachtens: bei der vorhergesagten Verkehrsbelastung im Jahr 2020 fallen ein paar Tausend KfZ täglich für den Kölner Großmarkt auch nicht mehr ins Gewicht, also können wir ihn auch noch hierher verlagern!!

 

PTV, das Gutachterbüro, hatte das Junkersdorfer Straßennetz und die Kreuzungen, die in unser Wohngebiet führen, gar nicht mituntersucht. Und das, obwohl der Großmarkt in unmittelbarer Nähe entstehen soll. Eigene Untersuchungen für Junkersdorf habe die Stadt beauftragt. Auf konkrete Nachfrage sagte der Gutachter vom Planungsbüro VIA: "Ja, auf Junkersdorf kommen Mehrbelastungen zu." Angesichts unserer heute vorhandenen Verkehrs- und Luftbelastung unglaublich!! Auf die Einwände der Bürger zu der Luftbelastung wurde nicht näher eingegangen: "Die Anwesenden seien nur für Verkehr zuständig."

 

Am kommenden Montag wird das Gutachten um 19 Uhr den Bürgern in Hürth vorgestellt. Die Hürther wollen ebenfalls gegen den Großmarkt und die prognostizierte Verkehrsbelastung demonstrieren und treffen sich hierzu um 18 Uhr 30 vor dem Bürgerhaus Hürth (Wegbeschreibung: www.huerth.de/kultur/buergerhaus/buergerhaus_anfahrt.php).

 

Wir Junkersdorfer wollen diesen Protest unterstützen, denn wir sind am meisten von den Planungen betroffen. Deshalb: wer es nach Lindenthal nicht geschafft hat: kommen Sie am Montag nach Hürth und investieren Sie eine halbe Stunde Ihrer Zeit, um Ihrem Unmut über unsere Verkehrs- und Umweltbelastung sowie über die Planungen zur Verlagerung des Großmarktes in unsere Region Ausdruck zu verleihen. Wir haben Plakate mit Fotos unserer Verkehrsbelastung vorbereitet.

 

Wer Interesse hat, kann nach der Protestaktion auch die öffentliche Sitzung in Hürth besuchen, in der erstmals auch der Dezernent Herr Streitberger sich den Fragen der Bürger stellen will. Nur durch zahlreiches Erscheinen können wir etwas bewegen!

 

Die Einladung der Dorfgemeinschaft Sielsdorf fügen wir Ihnen bei.

 

Informationsveranstaltung

am 28. November um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Hürth

 

Vorgestellt wird das Verkehrsgutachten der Stadt Köln zum Thema Großmarkt – Verlagerung nach Marsdorf

Damit ist der Verkehrsinfarkt vorprogrammiert.

Bereits heute sind die Schadstoffbelastungen höher als die EU-Norm zulässt.

Wer sich gegen politische Entscheidungen nicht zur Wehr setzt, muss mit den Fehlentscheidungen leben!

Wollen Sie das ?

Deshalb der Aufruf an alle Bürgerinnen und Bürger von Sielsdorf:

Zeigen Sie Präsenz auf diesem Informationsabend!

Nur wenn wir viele sind, können wir etwas bewirken.

Deshalb geben Sie Ihrem Protest eine Stimme und ein Gesicht.

Treffpunkt: 18:30 Uhr vor dem Bürgerhaus

Protestschilder werden gestellt

 

Dorfgemeinschaft Sielsdorf e.V.

Für den Vorstand

Andreas Heitzer Manfred Pfeil

 

 

 

 

 

 

Die BIG Junkersdorf ist gegen die Verlagerung des Großmarktes nach Marsdorf

Die Verkehrssituation im Kölner Westen ist heute bereits dramatisch, insbesondere aufgrund der mehrfachen Erweiterung der Gewerbegebiete und des Rheincenters sowie der Erschließung großer, neuer Wohngebiete. Nicht nur die Erschließungsstraßen, sondern auch unsere Wohnstraßen sind überlastet und haben einen hohen Anteil an überörtlichem Verkehr, der Lärm und Luftverschmutzung mit sich bringt.

 

Deshalb hat sich die BIG Junkersdorf mit anderen Bürgerinteressenvertretungen aus der Region zu einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen.

 

(Vgl. hierzu auch unsere aktuelle Presseerklärung.)

 

Presse: Großmarktgegner machen mobil

 

Sehr skeptisch beurteilen einige Bürger das neue Verkehrsgutachten der Stadt Köln zur Ansiedlung des Großmarktes in Köln-Marsdorf. In dem Gutachten werde mit falschen Zahlen operiert, vermuten die Gegner des Projektes.

Lesen Sie den vollständigen Arikel im Kölner Stadt-Anzeiger vom 19. August 2010.