Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.
AktuellesWir über unsAktivitätenRettet den Grüngürtel - Ausbaupläne des FCLandschaftspark BelvedereJahnwiese erhaltenNEIN zum Großmarkt in Köln Marsdorf!VerkehrsberuhigungSituation an der Grundschule in JunkersdorfMehr Kita-Plätze für unsere KinderLärm und Umweltverschmutzung in JunkersdorfRTL-Bebauung - so nicht!Grünzug West verwirklichenBesserer ÖPNV!BürgerzornBürgerforumTermineSprecher/BeiratKontaktSatzung/Beitritt/LastschriftUnterstützungPressespiegelDie BIG auf FacebookNewsletterBesuchen Sie auch ...SucheImpressum

© 2009 Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V.

Lärm und Umweltverschmutzung in Junkersdorf

Lärm und Verkehr belasten die Umwelt in Junkersdorf

Im Kölner Westen herrscht eine dramatische Verkehrsüberlastung: auf Autobahnen, Hauptverkehrsstraßen und auf allen Wohnsammelstraßen. Das bedeutet: 80% von Junkersdorf und Weiden und 30% von Lövenich weisen einen Lärmpegel über 55 dB(A) und hohe Luftschadstoffbelastungen an den überörtlichen Hauptverkehrsstraßen und den Wohnsammelstraßen auf.

 

Informieren Sie sich in unserer Dokumentation!

 

 

 



RWE verzichtet vorerst auf Müllverbrennung


 

Laut einer Pressemitteilung vom 4. Mai 2011 hat RWE-Power vorerst denAntrag bei der Bezirksregierung Arnsberg, zusammen mit der Braunkohle dauerhaft Abfälle im Kraftwerk Berrenrath mitzuverbrennen, überraschend zurückgezogen.

Hier die Pressemitteilung von RWE Power im Wortlaut:

"Um weitere Details zur dauerhaften Mitverbrennung zusätzlicher so genannter Ersatzbrennstoffe (EBS) im Industriekraftwerk Berrenrath ohne Zeitdruck klären zu können, hat RWE Power den laufenden Ergänzungsantrag beim zuständigen Regierungspräsidium Arnsberg zurückgezogen. Die Anlage in Berrenrath dient in erster Linie der Erzeugung von Wärme und Strom, die zur Herstellung von Staub als Veredlungsprodukt der Braunkohle benötigt werden. Um den heimischen Energieträger zu schonen und den Standort langfristig zu sichern, wird Braunkohle in Berrenrath schon seit 1994 zum Teil durch schadstoffarme Ersatzbrennstoffe ersetzt. Als Ersatzbrennstoffe kommen nur bekannte, klar definierte und schadstoffarme Abfälle zum Einsatz, die zudem die CO2-Bilanz verbessern.

 

RWE Power ist weiterhin davon überzeugt, dass der EBS-Einsatz langfristig die Wirtschaftlichkeit und damit auch den Standort sichert, zumal Untersuchungen und Gutachten bestätigen, dass die Mitverbrennung zu keiner Belastung der Umwelt und der Gesundheit von Anwohnern führt. Im laufenden Verfahren sind jedoch im Hinblick auf den Einsatz zusätzlicher Stoffe und Mengen sowohl technische wie auch wirtschaftliche Fragen aufgeworfen worden, deren Klärung in den vorgegebenen Fristen des laufenden Verfahrens nicht möglich gewesen wäre. Antworten sollen in den nächsten Monaten gefunden werden, um so die sachliche Basis zu erweitern und gegebenenfalls mit einem erweiterten Konzept ein neues Antragsverfahren für die Erweiterung anzustreben. Hierüber wird RWE Power frühzeitig den Dialog mit der Region suchen."

 

 

Lesen Sie bitte hierzu auchdie Rede des BUND auf der Aktionärsversammlung der RWE am 20.4.2011...!

 

Hier geht es zur Pressemitteilung des BUND ...!

 

... und hier die Pressemitteilung der Bezirksregierung Arnsberg!

 

 

 

 

BIG Junkersdorf reicht Einspruch gegen Antrag von RWE Power ein

Die Bürgerinteressen-Gemeinschaft (BIG) Junkersdorf hat einen Einspruch gegen die im Braunkohlekraftwerk Hürth-Berrenrath geplante Müllverbrennung eingereicht. Die Firma RWE Power will in dem Kraftwerk künftig bis zu 49% Abfälle verbrennen, darunter Kunststoffe und PCB-belastetes Holz. Hinsichtlich der daraus resultierenden Emissionen hat das Unternehmen zahlreiche Ausnahmen von der Bundesimmissionsschutz-Verordnung beantragt. Die BIG Junkersdorf ruft ihre Mitglieder auf, noch bis zum 26. April ebenfalls Einwendungen an die zuständige Bezirksregierung Arnsberg zu senden.

 Bettina Boos, 2. Vorsitzende der BIG: „Wenn ein Unternehmen in einem Kohlekraftwerk Müll als Ersatzbrennstoff nutzen möchte, sollten hierfür auf jeden Fall die Standards gelten, die auch von Müllverbrennungsanlagen eingehalten werden müssen. Hierbei sind alle technischen Möglichkeiten zur Emissionsvermeidung auszuschöpfen. In dem vorliegenden Antragsverfahren ist das definitiv nicht der Fall. Ich kann keinen einzigen Grund erkennen, warum man Ausnahmen von der Bundesimmissionsschutz-Verordnung zulassen sollte, nur weil RWE aus rein wirtschaftlichen Gründen keine Filteranlagen nachrüsten will.“

 Philipp Mimkes vom Beirat der BIG ergänzt: „Der Großraum Köln weist eine hohe Luftverschmutzung auf. Gerade erst hat das LANUV NRW die Luftbelastungswerte für 2010 veröffentlicht. Diese zeigen für den Kölner Westen eine extrem hohe Belastung mit Stickstoffdioxid, die erneut oberhalb der seit 2010 verbindlichen EU-Grenzwerte und damit im gesundheitsgefährdenden Bereich liegt.“ Die BIG wird auch an dem Erörterungstermin am 18. Mai in Hürth teilnehmen, zu dem jeder eingeladen wird, der Einspruch erhebt.

 Wörtlich heißt es in der Einwendung der BIG: „Schon jetzt gehen von den Emissionen des Kraftwerks in Berrenrath gesundheitsschädliche Emissionen aus. Zum Beispiel liegen laut der aktuellen Emissionserklärung des Betreibers der Ausstoß von Chlorverbindungen bei über 200 Tonnen pro Jahr, der von Schwefeldioxid bei 370 Tonnen und der von Stickoxiden bei über 600 Tonnen. Für Schwefeldioxid und Chlor ist dies mehr als der tausendfache (!) Wert der Emissionen der Müllverbrennungsanlage in Köln-Niehl. Auch hieran sieht man, dass in Berrenrath eine Billig-Entsorgung mit mangelhafter Rauchgasreinigung geplant ist.“

 Kohlekraftwerke haben im Vergleich zu Müllverbrennungsanlagen wesentlich geringere Standards bei der Abgasbehandlung. Während in einer Müllverbrennungsanlage die Verbrennungs­temperatur zwischen 850 und 1100 °C liegt, soll bei RWE nur 740°C betragen. Bei dieser Temperatur können gefährliche Dioxine und Furane nicht sicher zerstört werden und gelangen zusammen mit weiteren Schadstoffen in die Umwelt. Durch die Verbrennung werden z.B. Salzsäuregas-Emissionen erwartet, die das 8fache des zulässigen Grenzwertes der BImSchV betragen.

 

 

Hier finden Sie die Einwendungen der BIG im Wortlaut!

Nutzen Sie unseren Vordruck als Anregung für Ihre Einwendungen!