Die Stadt Köln entwickelt einen Masterplan für das Kölner Stadtgrün. Für den Stadtbezirk Lindenthal möchten wir Sie herzlich einladen, sich aktiv einzubringen.
Ziel ist es, Potenzialflächen für mehr Stadtgrün sowie Möglichkeiten zur Entsiegelung zu identifizieren und eine gerechte sowie nachhaltige Nutzung der Grün- und Freiflächen im Stadtgebiet zu fördern. Dafür benötigen wir Ihre Hilfe.
Für den Stadtbezirk Lindenthal läuft derzeit eine Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Beteiligung erfolgt in zwei Stufen:
Online-Beteiligung 22. Juni – 05. Juli 2026
Zur Online-Beteiligung gelangen Sie hier:
Masterplan Stadtgrün-Stadtprogramm Lindenthal | Beteiligungsportal der Stadt Köln
Auf einer interaktiven Karte können Sie Orte im Stadtbezirk markieren und Ihre Anregungen einbringen. Beiträge sind zu folgenden Themen möglich:
- Mehr Grün – Wo kann neues Stadtgrün entstehen?
- Mehr Vielfalt – Was fehlt in bestehenden Grünflächen?
- Weniger Konflikt – Wo entstehen Nutzungskonflikte?
- Punktuelle Maßnahmen – Wo sind kleinere Verbesserungen nötig?
Ihre Beiträge werden ausgewertet und fließen in weitere Planungen ein.
Zusätzlich laden wir Sie zu einer Bürger*innenwerkstatt ein:
04.07.2026, 10:00 – 12:00 Uhr sowie 12:00 – 14:00 Uhr
Kunsthalle Lindenthal, Aachener Straße 220, 50931 Köln
Weitere Informationen finden Sie hier:
Hier können Sie Ihre Ideen vor Ort gezielt einbringen und mit Vertreter*innen der Stadt Köln ins Gespräch kommen.
Bringen Sie Ihre Perspektive ein und gestalten Sie das Stadtgrün in Lindenthal aktiv mit!

Auf ihrer Ortsmitgliederversammlung am 11. Juni 2026 haben die Grünen im Bezirk Lindenthal folgenden Beschluss gefasst:
„Die Lindenthaler Grünen sprechen sich gegen die Bebauung des Geländes von Garten Müller aus. Die gesamte Fläche soll Teil des zu realisierenden Grünzugs West sein.“
In der Begründung wies Herr Andreas Haenlein als Antragsteller darauf hin, dass die Umsetzung des Grünzugs West bereits Bestandteil des Grünen Kommunalwahlprogramms 2025 war. Gerade für eine wachsende und zunehmend von Hitze belastete Stadt wie Köln seien Grün- und Freiflächen von zentraler Bedeutung für Klima, Naherholung und Lebensqualität.
Zudem erinnerte er daran, dass in der Vergangenheit bereits Teile des ursprünglich geplanten Grünzugs West durch Bebauung verloren gegangen seien. Die verbliebenen zusammenhängenden Freiflächen müssten deshalb dauerhaft gesichert werden.
Besonders hervorgehoben wurde die ökologische und soziale Bedeutung der Flächen in Köln-Weiden. Sie dienten als Frischluft- und Kühlungsräume bei zunehmender Hitzebelastung, als natürliche Rückhalteflächen bei Starkregen sowie als wichtige Naherholungsgebiete für die Bevölkerung. Eine weitere Versiegelung würde die Folgen des Klimawandels vor Ort zusätzlich verschärfen.
Es wurde außerdem darauf verwiesen, dass die Ansiedlung des Gartenbetriebs seinerzeit nur unter besonderen Ausnahmeregelungen genehmigt worden sei. Den Bürgerinnen sei damals zugesichert worden, dass die Fläche nach Aufgabe des Betriebs renaturiert und wieder dem Grünzug zugeführt werde. Dieses Versprechen müsse nun eingehalten werden.
Gleichzeitig wurde betont, dass die angespannte Wohnraumsituation in Köln ausdrücklich anerkennt werde. Neuer Wohnraum werde dringend benötigt, sollte jedoch an anderer Stelle und nach ökologischen Kriterien insbesondere im gemeinnützigen Wohnungsbau geschaffen werden.
Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.
Unter diesem Motto folgten rund 200 Menschen dem gemeinsamen Aufruf der BIGs Weiden und Junkersdorf und demonstrierten am Samstag, 25. April gegen den Bau hunderter Wohnungen auf dem Gelände von Garten Müller im Landschaftsschutzgebiet. Unterstützung vor Ort leisteten unter anderem unser Landtagsabgeordneter Frank Jablonski (Grüne), die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Bettina Spillmann (CDU), Michael Olligschläger (CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung) sowie Paul Welter, Bezirksvertreter (Die Linke). Ratsmitglied Teresa De Bellis-Olinger (CDU) und Bezirksbürgermeister Roland Schüler (Grüne) ließen sich aufgrund von Terminkonflikten entschuldigen, sagten aber ihre volle Unterstützung zu. Auch der SPD-Ortsverein sicherte uns im Vorfeld Unterstützung für unser Anliegen zu. Weitere Aktionen, unter anderem eine Online-Petition, sollen folgen!

Schreiben Sie an den für Junkersdorf gewählten Vertreter im Rat
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Viviane Fröhling von der BIG Weiden e.V. hat eine sehr umfangreiche und informative Abhandlung über die Geschichte und rechtliche Situation des Grünzug West verfasst

Abb.: Auszug aus der Beschlussvorlage für die Aufstellung eines Bebauungsplans „Grünzug West in Köln-Weiden/Junkersdorf 1991
Der vollständige Aufsatz kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
In einer neuen, von der Verwaltung der Stadt Köln aufgestellten "Liste der zu priorisierenden Wohnbauflächen" wird das Gelände Garten Müller als Potenzialfläche für 180 Wohneinheiten aufgeführt. Dies betrifft das gesamte Grundstück, einschließlich der im Landschaftsplan als Landschaftsschutzgebiet mit geschützten Landschaftsbestandteilen ausgewiesenen Bereiche.
Zum Hintergrund: Der Rat der Stadt Köln hatte die Verwaltung am 12.12.2024 mit dem Antrag „Wohnraum für Köln“ (Antrag 1698/2024) damit beauftragt, dem Rat eine Liste der zu priorisierenden Wohnbauflächen vorzulegen. Das Ergebnis der Überlegungen fließt in das "Wohnungsbauprogramm der Stadt Köln" ein und wurde dem Stadtentwicklungsausschuss zuerst am 26.06.2025, dem Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit am 11.12.2025 und zuletzt dem Ausschuss für Bauen und Wohnen am 27.01.2026 zur Kenntnis vorgelegt. Siehe hierzu die über diesen Link im Ratsinformationssystem verfügbaren Unterlagen: Anlage 2 "WBP Flächenübersicht" - dort die Fläche WM-307-005 sowie Anlage 3 "WBP Flächenübersicht mit Titel" (dort die Fläche WM-307-005 "Nördlich Kronstädter Straße").
Es ist zu befürchten, dass dies der erste Schritt zu einer schleichenden Preisgabe der Fläche für eine Wohnbebauung ist. Leider stehen die politischen Zeichen auf "Bauen um jeden Preis".
