Die Offenlegung der Pläne ist beendet. REKORD von über 5000 Stellungnahmen (auf die genaue Zahl warten wir noch, der letzte Rekord kommt aus den 90ern mit 1000 Stellungnahmen) sind beim Stadtplanungsamt eingegangen. Eine unglaublich hohe Zahl, die eindrucksvoll zeigt, wie wichtig den Menschen die Grüne Lunge Kölns, der Grüngürtel ist.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Stellungnahmen werden von einem externen Büro und dem Stadtplaungunsamt geprüft. Das Ergebnis der Prüfung wird den Einsenderinnen und Einsendern mitgeteilt.
Sollte die Pläne daraufhin nicht geändert werden müssen, trifft der Rat einen Satzungsbeschluss. Mit der Veröffentlichung des Satzungsbeschlusses triff der Bebauungsplan in Kraft.

Kommt es unter Berücksichtigung der Stellungnahmen zu einer Änderung des Planentwurfs, erfolgt ein erneutes Beteiligungsverfahren.

Wir hoffen, dass der Politik (CDU Köln KölnSPD) klar wird, dass eine private Bebauung des Grüngürtels nicht zeitgemäß ist und es nicht zum Klageverfahren, das der BUND Köln angekündigt hat, kommt.
(die CDU Köln hat übrigens in ihrem Wahlprogramm zur letzen Kommunalwahl wörtlich versprochen: "Die CDU Köln lehnt eine Bebauung in den Kölner Grüngürteln ab." Bernd Petelkau Marliese Berthmann Niklas Kienitz)

❤️Wir freuen uns über die unglaublich vielen positiven Rückmeldungen von euch und sind gespannt auf die Zukunft!

Bleibt in Kontakt! 😘😘

Quelle: https://www.stadt-koeln.de/…/bebauungsplaene/aufstellen-ein…

Eindrucksvoll zu sehen war für uns, wie gut und unkompliziert der Schulterschluss von Gruppen funktioniert, die sich für ein lebenswertes Köln einsetzen.

Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V. gruensystem.koeln Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln DEINE FREUNDE TANTE OLGA Köln Unverpackt Netzwerk BÜRGER für BÄUME Radkomm Zero Waste Köln GUT Köln NABU Köln Agora Köln

 

Anmerkung: siehe hierzu auch den Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers vom 03.09.2019

Nachdem die Verwaltung und die Politik nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit vor mehr als drei Jahren nun die Offenlage mit geringen Änderungen der Planungen durchführt hat und damit eine erneute Stellungnahme hervorruft, haben wir am 25. August 2019 beim Stadtplanungsamt der Stadt Köln unsere zweite Stellungnahme zum Sachverhalt Einsprüche und Einwendungen gegen die 209. Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans mit dem Arbeitstitel „Erweiterung des RheinEnergieSportparks in Köln-Sülz“ eingereicht.

Das vollständige Schreiben kann hier als PDF heruntergeladen werden.

 

Noch bis Freitag läuft die sog. Offenlage der Pläne, bei der jedermann seine Bedenken zur Bebauung des Gürngürtels abgeben kann. Nehmt diese Chance wahr! Wie das genau geht, steht ganz unten.
1.
Unzulässige Enteignung der Kölner Bürger an ihrem gemeinschaftlichen Grund und Boden, an ihrem 100 Jahre alten landschafts- und denkmalgeschützten Grüngürtel, an den Grundlagen ihrer Gesundheit.

2.
Wegfall des Erholungswertes für die Allgemeinheit, Wegfall der Vielwertigkeit auf 36.000 qm öffentlicher Parkfläche.

3.
Deutliche Klimaverschlechterung : 3-4 Grad wärmer im Kölner Westen, 10 Grad in der Innenstadt. Keine natürliche Abkühlung durch Verdunstung mehr.

4.
Erhöhte Waldbrandgefahr im Grüngürtel durch Aufheizung der Kunstrasenplätze auf 62 Grad Celsius. Ohnehin schon jetzt im Juli völlig trockene Wiesen, viele vertrocknete Bäume.

5.
Vernichtung großer zusammenhängender Biotope, zahlloser Tier- und Pflanzenarten (die Gleueler Wiesen sind ein besonders vitales Stück Natur!), Kettenreaktionen, weiteres Sterben von Insekten, Mauerseglern, Eulen, Fledermäusen, Drosseln und vielen mehr.

6.
Vernichtung der Schönheit und Natürlichkeit der Wiesen durch 1,35 m höher aufgeschüttete Kunstrasenplätze mit hohen Zäunen und Flutlichtmasten; Lösung der Barrierefreiheit nicht erkennbar: behindertengerechte Rampen mit 6% und Zwischenpodesten würden jeweils 20 m lang – also noch scheußlicher als auf der zart gezeichneten Visualisierung.

7.
Gefährliche nachträgliche Legalisierung der – gegen den gültigen Regionalplan! – bereits gebauten Anlagen : 1954 Geißbockheim, 2008 Erweiterungsbau, und 7 große Fußballplätze bzw. Stadionanlage in der direkten Umgebung.

8.
Schon jetzt sind die Anlagen des FC eine Blockade zwischen Beethovenpark und äußerem Grüngürtel, ähnlich einem militärischen Sperrgebiet.

9.
Kommerzielle Verwendung öffentlicher Flächen durch ein Wirtschaftsunternehmen.

10.
Tendenziöse und daher unzulängliche Prüfung von Alternativstandorten.

11.
Partizipation / Transparenz: In anderen Ländern wie bspw. der Schweiz ist es Pflicht, Neubauten während der Planungsphase vor Ort baulich im Maßstab 1:1 zu simulieren, um die Zustimmung aller Beteiligten, auch der Nachbarn, zu erhalten. Dies gilt selbst für kleine Bauvorhaben. Wie viel notwendiger ist eine solche Simulation erst für Großbauten wie das Leistungszentrum und auch für die Ballfangzäune und Flutlichtmasten! Die Zustimmung des Regionalrats einzufordern, ohne eine solche Simulation vorher durchgeführt zu haben, ist nicht zu akzeptieren und stellt die Zustimmung ebenso infrage wie die mangelhafte Begründung.

12.
Die Grundfläche des geplanten Leistungszentrums (Höhe 8,5 m) entspricht der Grundfläche von:
1 x Maritim
1 x Bettenhaus
1 x Rautenstrauch-Joest-Museum
4 x Gürzenich
20 x 4711-Haus
15 x Trauerhalle Melaten

13.
Das Fass läuft über: Im Oktober 2017 mussten die Menschen ohnmächtig zusehen, wie die Stadt Köln 300 alte Linden auf der Bonner Straße völlig sinnlos fällen ließ – wie die seriösen Alternativentwürfe nicht geprüft wurden – und das viele Jahre vor Realisierung der Stadtbahn, unnötig früh. Eine weitere Katastrophe dieses Ausmaßes sind die engagierten Bürger dieser Stadt nicht bereit hinzunehmen.

14.
Um die schlimmer werdende Lärmbelastung planungsrechtlich überhaupt durchsetzen zu können, sollen die Kleingärten im neuen Flächennutzungsplan zum Mischgebiet erklärt werden! Damit verlieren sie ihre Erholungs- und Ruhefunktion. Und es wächst die Gefahr späterer Bebauungen im “Mischgebiet”. Die Gärten verlieren ihren Existenzschutz.

15.
Ausgleichsflächen sollen z.B. in Weiden geschaffen werden – dies wäre aber kein Ausgleich für die zerstörten Grüngürtelteile oder das heißere Klima. Ausgleich ist so nicht möglich.

16.
Der Vorstand des FC bricht sein 2007 gegebenes Versprechen, keine weiteren Gebäude und Anlagen im Grüngürtel zu errichten.

17.
Für ganz akribische Köpfe: Die Sitzungsvorlage der Stadt Köln für die Sitzung des Regionalrates am 5.7.2019 enthält eine Fülle an Widersprüchlichkeiten und unsachlichen Darstellungen. Hier finden sich viele Punkte, die sich widerlegen lassen. Der gültige Regionalplan wird hier geradezu vom Tisch gewischt. Zum Widerlegen ganz viel Leidenschaft für Logik und Gerechtigkeit mitbringen!

Stellungnahme schreiben ganz einfach: https://unsergruenguertel.de/faq/

gruensystem.koeln Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln Bürger-Interessen-Gemeinschaft Junkersdorf e.V. Bürgerinitiative Helios Finkens Garten Bürgerhaus Stollwerck Bürgerinitiative Kalkberg Köln DEINE FREUNDE Critical Mass Köln Bürgerverein Eigelstein Wilma in der Wurmkiste Zero Waste Köln Greenpeace Deutschland Greenpeace Köln Nachhaltige Hochschule HfMT Köln Colabor | Raum für Nachhaltigkeit Fridays for Future Köln Fridays for Future Deutschland Parents4future Köln Parents for Future Germany Klimaschutz Community Köln Klimaschützer Klima-Bündnis-Agentur DIE LINKE. NRW Grüne in der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt Grüne Jugend Köln Grüne Rodenkirchen Natur pur aus Köln und Umgebung @luft

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Nach der erneuten Machbarkeitsstudie ist der Ausbau des Rheinenergie-Stadions zwar möglich, kostet aber 215 Millionen Euro.

 Konrad Adenauer findet klare Worte in seiner Stellungnahme zur FC-Erweiterung:

„So kann die Stadt Köln nicht mit dem ihr anvertrauten Eigentum der Kölner umgehen. (…) Es handelt sich um eine als `vereinbar´ schön geredete Todsünde gegen die Gesundheit der Kölner.“

Weitere Infos sind z.B. unter folgenden Adressen zu finden:

Zur Infoveranstaltung "Offenlage" vom 26.06.2019 kann nun hier die Präsentation als PDF-Datei sowie ein Bericht der BI Grüngürtel heruntergeladen werden.